Substanzielles aus der Sicht eines Piraten

Schweizer Geiseln

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Die Schweiz sorgt sich um Rachid Hamdani und Max Göldi. Zurecht. Aber: Es gibt auch umgekehrte Schweizer Geiseln. Geiseln der Schweiz.

Zum Beispiel Jugendliche, die bis zu 12 Monate in Ausschaffungshaft – also völlig unschuldig – gehalten werden, in der Hoffnung, sie würden dadurch so zermürbt, dass sie in eine Rückkehr dahin, wo sie geflüchtet sind, irgendwann doch einwilligen. Dass dies gegen die Kinderrechtskonvention verstösst, ist den Schweizern egal.

Oder solche wie zum Beispiel ein Junge namens Abdirashid, der nach Italien ausgeschafft wurde, wo er ganz ohne staatliche Hilfe einfach seinem Schicksal überlassen wurde.

An ihrer Situation könnten wir etwas ändern. Allein der Wille und das Interesse fehlt. Es sind Flüchtlinge, gefangen in der Festung Europa, ohne Ausweg, ohne Perspektive. «Sie sollen wissen, dass wir alleine sind und ständig Angst haben.»

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Schweizer Geiseln von David Herzog, sofern nicht ausdrücklich anders festgestellt, ist lizenziert unter einer Creative Commons Attribution 4.0 International Lizenz.

Autor: David Herzog

Pirat, Humanist, Träumer, Designer, Menschenfreund. Auch hier zu Hause.

Ein Kommentar

  1. Obwohl ich mir mit meiner Meinung zu diesem Thema oft allein vorkomme, schreibe ich trotzdem bei dir meinen Senf dazu.
    Die 2 Geiseln wussten auf was sie sich einlassen. Spätestens nach dem Fall der bulgarischen Krankenschwestern mussten sie es wissen.
    Es ist üblich, dass das erhöhte Risiko bei Ausland-Jobs durch einen hohen Lohn abgegolten werden.
    Ich muss wirklich sagen: selber Schuld.
    Genauso wie ich es wäre, wenn ich vor der Küste von Somalia segeln gehen würde.

    Gadaffi hat nicht nur die 2 Schweizer als Geiseln genommen. Unser lieber Bundesrat Merz hat die Schweiz, also uns, zu Geiseln gemacht.

    In der heutigen Zeit, in der jedes Leben gerettet werden sollte (was für eine krude Ideologie) geschehen solche Aktionen der Behörden.
    Viele Leute sehen meine diesbezügliche Ansicht als menschenverachtend. Sollen sie, vor 10 Jahren war sie noch selbstverständlich.
    In den 70er Jahren hatte die BRD ein Problem mit der RAF. Diese Verbrecher nahmen auch Geiseln.
    Wie reagierte der Bundeskanzler (Helmut Schmidt)?
    “Mit Geiselnehmern wird nicht verhandelt”
    Dass die Geisel (Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Scheyer) später erschossen aufgefunden wurde zeigt, dass sich die Regierung daran gehalten hat.

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