Das Grundeinkommen als Bürokratie-Killer

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Hier eine Förderung, da eine Subvention, dort eine Schutzklausel – die Bürokratie gedeiht und wuchert. Sie ist eine Folge der heutigen Sozialstaats-Logik: Unterstützt werden bei der Existenzsicherung soll nur, wer es aus irgendeinem Grund aus Sicht der Mehrheit verdient. Und wenn möglich werden nicht Menschen unterstützt, sondern Branchen, die aus irgendeinem Grund unterstützenswerter als andere gehalten werden. Und sei es bloss, weil sie glaubhaft mit Massenentlassungen drohen können. So werden die Subventionen mehrheitsfähig: Die Unternehmen erhalten das Geld, und den Gewerkschaften werden Zugeständnisse gemacht. Rettung der Arbeitsplätze durch Strukturerhaltung, egal wie sinnlos die Arbeit auch sei. Das Rezept scheint alternativlos zu sein, denn Arbeitslosigkeit bedroht nicht nur den Einzelnen, sondern das ganze System, die gesamte Gesellschaft. Doch das System hat einen Preis: Das System schafft Anreize, auf Subventionenjagd zu gehen, statt Innovationen voranzutreiben. Durch die Schwelleneffekte schafft es gar Anreize, weniger zu arbeiten, um mehr Subventionen zu erhalten.

Der Ausweg aus dem Dilemma heisst Bedingungsloses Grundeinkommen. Das Grundeinkommen ermöglicht der Gesellschaft, vom Zwang zur Vollbeschäftigung wegzukommen, und entzieht damit der Strukturerhaltung und der Subventionitis den fruchtbaren Boden (nämlich die politische Mehrheit). Es schafft die Fehlanreize ab und ermöglicht den Menschen, für sich selbst die Entscheidungen zu treffen, wie sie ihre Zeit und Kraft am sinnvollsten einsetzen. Es ermöglicht den Menschen, ohne Angst jene Tätigkeit zu wählen, die sie am meisten weiter bringt. Mit dem Grundeinkommen lohnt sich Erwerbsarbeit finanziell immer. Mit dem Grundeinkommen lohnt es sich finanziell, in eine günstigere Wohnung, zu ziehen – und nebenbei vielleicht eine Randregion zu beleben. Das Grundeinkommen ermöglicht mehr Wahrheit: Mehr Kostenwahrheit, mehr Nutzenwahrheit. Die Wahrheit, die im heutigen Dschungel der Regulierungen, Förderungen und Zwängen aus Angst um die Arbeitsplätze verloren gegangen ist.

Autor: David Herzog

Pirat, Humanist, Träumer, Designer, überzeugter Zweifler. Mein Zuhause ist auch hier.

Ein Kommentar

  1. Guten Tag Herr Herzog
    Am 14. April findet einen Vortrag mit Podiumsgespräch in Baden
    Grundeinkommen und Nachaltigkeit – „Was ist liberal und was verstehen wir unter der epochalen Idee von Freiheit?“
    Am 5. Juni stimmen wir über das bedingungslose Grundeinkommen ab. Was würden wir bei einer Annah-me gewinnen, oder verlieren, wie wirkt sich ein Grund-einkommen auf Konsumverhalten und Nachhaltigkeit aus?
    Vielleicht Lust und Zeit dabei zu sein (Zuschauer oder Podiumsgespräch)?
    Und aflls nicht, vielleicht haben Sie die Möglichkeit über diesen Anlass weiter zu informieren? http://www.guidle.com/de/grundeinkommen_und_nachhaltigkeit_standard_A336846566
    Fröhliche Gedanken
    Michel Klein

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